Alternative Wohnform

Die Mieter leben in einer kleinen Gruppe von bis zu 12 Personen unter fortlaufender Betreuung zusammen. Unser Ziel ist es, die Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Bewohner zu bewahren und ihnen ein normales Leben unter Berücksichtigung der Erkrankung in gewohnter und vertrauter Umgebung zu ermöglichen.
Das Zusammenleben der Mieter fördert die verbesserte Organisation der alltäglichen Aufgaben und kann dazu beitragen den voran scheitenden Krankheitsprozess zu verlangsamen. Im Fokus unserer Wohngemeinschaft stehen die Senioren.

Alzheimer

Alzheimer-Erkrankung ist eine häufige Ausprägung von Demenz, welche insbesondere im Alter auftritt. Die Symptome der Erkrankung können sowohl Verhaltensauffälligkeiten sowie ein schneller Abfall der kognitiven Fähigkeiten sein. Vergesslichkeit und Störungen in der Wortfindung gehören dazu. Die Häufigkeit von
Alzheimererkrankungen in der heutigen Zeit führte dazu, dass sich die Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten positiv verändert haben. In der heutigen Gesellschaft ist die Erkrankung kein Tabu-Thema mehr und die Erkrankten nehmen weiter an gesellschaftlichen Aktivitäten teil.
Wohngemeinschaften, die sich auf Demenzerkrankte spezialisiert haben, tragen dazu bei das Leben der Betroffenen trotz der Erkrankung optimal zu gestalten und würdevoll leben zu können.

Angehörige

Die Angehörigen sind Initiator der Wohngruppe. Sie treffen gemeinsam alle Entscheidungen.

Bedürfnisse

Die Bedürfnisse unserer Angehörigen stehen für uns im Vordergrund. Jeder wird so akzeptiert wie er ist.
Uns ist es wichtig, dass Menschen mit einer demenziellen Erkrankung ein offenes Ohr geschenkt bekommen und die Erkrankung ernst genommen wird.
Denn jeder hat das Recht, als Mensch ernst genommen zu werden!

Beschäftigung

Die Pflegekräfte beziehen die Bewohner in Alltagsnahe Tätigkeiten mit ein. Wäsche zusammenlegen, Tisch abräumen und Biografie Arbeit wird nach Tagesform angeboten. Der Garten ist ein eine tolle Abwechslung und schafft den Bewohner neue Freude.

Demenz

Demenzielle Erkrankungen treten in den meisten Fällen mit zunehmendem Alter auf und es treten Symptome wie der Verlust kognitiver Fähigkeiten sowie auch motorische Einschränkungen auf.

Hierbei muss zwischen unterschiedlichen Ausprägungen der Erkrankung differenziert werden.

Die typischen Merkmale für eine Demenzerkrankung sind Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Schwierigkeiten in der Orientierung sowie eine nachlassende Merkfähigkeit. Darüber hinaus können Sprachstörungen sowie auch Störungen in der Motorik als Anzeichen für eine beginnende Demenzerkrankung auftreten.

Demenzwohngemeinschaft

Gemeinsame Wohnform von Menschen mit den gleichen Defiziten.

Der Schweregrad und die Form kann unterschiedlich sein, aber dennoch haben die Bewohner denselben Pflegeschwerpunkt.

Gremium der Selbstbestimmtheit

Wird eigentlich von den Mietern gebildet. Dadurch dass es den meisten Bewohnern aus kognitiver Sicht nicht mehr möglich ist, übernehmen die Aufgabe meist die Betreuer/Angehörigen.

Das Gremium trifft sich alle 6 – 8 Wochen zu einer Gremiumssitzung.

 

Eigenanteil

Jeder Mieter muss einen Eigenanteil direkt an den Pflegedienst zahlen.

Bitte entnehmen Sie die Summe aus dem Pflegevertrag (Preisliste).

Einzelzimmer

Es sind ausschließlich Einzelzimmer im EG und 1. OG zu vermieten. Die Zimmer haben unterschiedliche Größen. Die Zimmer im 1. OG sind besonders geräumig und mit dem Treppenlift bequem zu erreichen.

Sie sind unmöbliert und von den Angehörigen individuell einzurichten.

Essen und Getränke

Der Pflegedienst übernimmt das zubereiten der Speisen, es wird auch durch den Pflegedienst eingekauft.

Die Getränke werden von der Brauerei Rapp geliefert.  Den monatlichen Betrag entnehmen Sie bitte der Preisliste

Kosten

Die Lebenshaltungskosten in einer Wohngemeinschaft setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen.
Hierzu gehört die Miete für das Zimmer, Nebenkosten, sowie Kosten der Instandhaltung der Wohnung an.

Haushaltskosten, Ausstattungskosten, Kosten für Verbrauchsgüter sind ebenso wie die Pflegekosten Bestandteil der Gesamtfinanzierung.

Bewohner, deren Rente nicht zur Deckung der Kosten ausreicht, können zur Unterstützung der Finanzierung Kranken- und Pflegeleistungen beantragen.
Im Fall einer zu geringen Grundsicherung besteht ebenfalls ein Anspruch auf Hilfe zur Pflege, die beim Bezirk Mittelfranken beantragt werden kann.

Aktuelle Preisliste

Miete

Die Vermieterin erstellt den Mietvertrag und schickt diesen den jeweiligen Mieter bzw Vertreter zu. Die Miete wird direkt an die Vermieterin überwiesen.

Möbel

Um den Mietern  ein vertrautes Umfeld, in dem sich diese wohlfühlen, zu ermöglichen ist es wichtig vertraute Möbel und Gegenstände in die Zimmereinrichtung zu integrieren.

Pflege

Das Pflegepersonal in den Wohngemeinschaften ist dafür zuständig die Pflege jener Senioren zu organisieren, die diese benötigen. Je weiter die Erkrankungen fortgeschritten sind, umso höher ist der Pflegebedarf. Humanika arbeitet fest mit Pflegediensten zusammen und diese sind ein integraler Bestandteil des Humanika-Konzeptes. Zwar wird ein Fokus auf die Selbständigkeit der Bewohner und eine Selbstbestimmung der Tagesabläufe gelegt, dennoch steht das Betreuungspersonal für die Fälle, wo Hilfe benötigt wird, als zentraler Ansprechpartner an der Seite der Bewohner zur Verfügung.

Pflegeversicherung

Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, umso mehr Pflege bedürfen die Erkranken, was im Gegenzug steigende Pflegekosten verursacht. Um dennoch die Pflege zu ermöglichen, erfolgt eine zumindest teilweise Übernahme der Kosten durch die Pflegeversicherung. Je nach Pflegebedürftigkeit bemisst sich die Höhe der Unterstützung durch die Pflegeversicherung. Insbesondere bei Demenzerkrankten kann sich der Krankheitsverlauf rapide verschlechtern. Auch durch das zunehmende Alter haben die Senioren mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Das Betreuungspersonal unterstützt die Bewohner bei der Beantragung von Leistungen der Pflegeversicherungen.

Selbstbestimmtheit

Das Konzept der Wohngemeinschaften ist auf der Berücksichtigung der Selbstbestimmtheit der Bewohner ausgerichtet. Um die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen und sie würdevoll leben zu lassen, muss ihnen dennoch Freiraum gewährt werden, Entscheidungen selbst zu treffen. Dies gilt in dem Ausmaß soweit dies die Erkrankung zulässt. Die Tatsache, dass der Alltag der Bewohner nicht wie im Pflegeheim organisiert ist, sondern sich die Bewohner weitestgehend autonom um die Organisation des Alltags kümmern müssen, können die Bewohner auch weitestgehend über ihren Tagesablauf bestimmen. Die Möglichkeit zur Selbstbestimmung fördert das Wohlbefinden der Bewohner, welches sich wiederrum positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt.

Unabhängig von der Schwere des Krankheitszustandes können die Bewohner in unseren Wohngemeinschaften verbleiben.

Starre Abläufe

Demenzerkrankte haben Schwierigkeiten mit starren Abläufen umzugehen. Insbesondere auch die Tatsache, dass das Verhalten von demenziell auffälligen Menschen oft unkontrolliert und nicht vorhersehbar ist, können starre Tagesabläufe schwer umgesetzt werden. Auch soll das Leben der Erkrankten nicht zu monoton ausgestaltet werden, denn trotz der Erkrankung bestehen viele Möglichkeiten, den Tagesablauf individuell und abwechslungsreich zu gestalten. Zu strenge Abläufe könnten sich in Frust des Bewohners auswirken, was nicht förderlich für die Erkrankung ist. Dennoch sollen die Erkrankten, soweit es geht und es die Tagesform des Erkrankten zulässt, in die täglichen Aufgaben eingebunden werden.

 

Wohngruppenzuschlag

Nach § 38a SGB XI haben Pflegebedürftige, die mindestens zu dritt gemeinsam in einer Wohnung mit Küche, Sanitärbereich, Gemeinschaftsraum und separatem abschließbaren Zugang leben und häuslich pflegerisch versorgt werden, einen Anspruch auf einen pauschalen Wohngruppenzuschlag in Höhe von derzeit 214,- €. Dieser kann bei der jeweiligen Pflegekasse beantragt werden.

Würdevoll Leben

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist für uns Angehörige oberstes Ziel ,insbesondere die Würde der Menschen zu wahren und den Bewohnern ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wie der Alltag der Bewohner letztlich ausgestaltet ist obliegt den Bewohnern selbst. Die Tatsache, dass die Wohngrupperecht aus nur max 12  Bewohnern besteht macht es den Bewohnern einfacher, Entscheidungen zu treffen und kollektiv durchzusetzen.

Zimmer

Die große Wohnküche und das Wohnzimmer werden von allen Bewohnern gemeinsam genutzt, hier spielt sich der Alltag in der Wohngemeinschaft weitestgehend ab.
Hierzu gehören auch die Badezimmer und weitere Rückzugsorte inden gemeinsamen Wohnflächen.
Die große Terrasse und die Gartenanlagen, werden von den Bewohnern vorallem gerne in den Sommermonaten genutzt.

Aber auch Spaziergänge im Herbst und Winter sind eine willkommene Abwechslung.
Als privaten Rückzugsort hat jeder Bewohner sein eigenes Zimmer, welches mit seinen privaten Einrichtungsgegenständen ausgestattet ist. Dies steigert bei den Mietern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Besonders wird bei Menschen mit demenziellen Erkrankungen ein hoher Wert auf vertraute Dinge gelegt.

Zusätzliche Betreuungsleistungen

§ 45b Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) regelt den Anspruch aller Pflegebedürftigen auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Pflegebedürftige in häuslicher Pflege und unter bestimmten Voraussetzungen auch in einem Pflegeheim haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich.